Kugelfisch ist mein eigener Film aus dem Jahr 2008. Ich habe das Drehbuch geschrieben und Regie geführt.
Der Film ist vollständig auf YouTube zu sehen.
Video
Der Film ist gut dreizehneinhalb Minuten lang und seit März 2018 vollständig auf meinem YouTube-Kanal zu sehen. Unterlegt ist er mit zwei Stücken von Adnan Karim, aufgenommen bei dessen Live-Konzert in Stockholm 2002 – „Bo Dill“ und „Zwllfi tarî“.
Diese Musikwahl ist kein Zufall. Adnan Karim ist einer der bekanntesten kurdischen Sänger; wer mit dieser Musik aufgewachsen ist, hört sie sofort heraus. Für einen Film, der in Deutschland entstanden ist, schafft das eine zweite Ebene, die ohne Untertitel auskommt: Ein Teil des Publikums versteht die Sprache, ein anderer hört Musik. Beide sehen denselben Film und erleben ihn unterschiedlich – etwas, das mich bis heute an mehrsprachigem Arbeiten interessiert.
Der Titel ist das Bild, um das der Film kreist. Ein Kugelfisch ist ein kleines, eher wehrloses Tier. Sein einziger Trick besteht darin, sich aufzublähen und größer zu wirken, als er ist. Was von außen bedrohlich aussieht, ist Angst. Wer Menschen kennt, die sich in einer fremden Umgebung behaupten müssen, weiß, wie oft dieses Missverständnis passiert: Abwehr wird als Angriff gelesen.
„Kugelfisch“ ist einer der Filme, bei denen ich Buch und Regie in einer Hand hatte. Das ist etwas anderes, als eine Rolle in einem fremden Projekt zu übernehmen: Man entscheidet nicht nur, wie eine Figur spricht, sondern auch, was überhaupt gezeigt wird – und was man dem Publikum zumutet, selbst zusammenzusetzen.

