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Der Luftballon mit der blonden Perücke

Jonathan Abraham-Hofmann, ein freier Journalist, ist auf der Suche nach drei vermissten Jugendlichen. Alle drei sind unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, waren in Deutschland gemeldet und sind nun verschwunden. Bei Jonathan meldet sich ein gewisser Amir Taleb. Amir weiß anscheinend mehr über den Verbleib der drei anderen. Sie verabreden sich in der Schule die Amir zur Zeit besucht. Am vereinbarten Treffpunkt erscheint Amir nicht, dafür findet der Journalist einen Rucksack. Im Rucksack befindet sich ein Fluchttagebuch von Amir. Jonathan beginnt anhand der Aufzeichungen die Fluchtgeschichte zu rekonstruieren …

„Der Luftballon mit der blonden Perücke“ (Theaterstück für eine Person) ist die Geschichte der Flucht eines 17-jährigen Jungen aus dem Nordirak nach Deutschland. Ihm begegnen dabei nicht nur Schlepper, Grenzschutzbeamte und andere Flüchtende, es ist für ihn auch zwangsläufig eine Begegnung mit sich selbst und er wird dabei mit seinen Vorstellungen, Sehnsüchten, Wünschen und Vorurteilen konfrontiert. Trailer (youtube) 

Ich habe das Stück gemeinsam mit dem Thevo-Theater entwickelt (Dramaturgie: Alexandra Bauer, Regieassistenz: Selina Bock).

Nächste Aufführung

Aktuell keine weiteren Aufführungen in Planung.

Ein Luftballon mit einer blonden Perücke ist ein absurdes Bild – und genau deshalb ein gutes. Absurdität schafft Distanz, und Distanz macht schwierige Themen besprechbar. Man kann über eine Figur lachen und im selben Moment begreifen, worum es geht.

Das Stück gehört zu den Produktionen, von denen es einen Trailer gibt. Für eine freie Gruppe ist so ein Film mehr als Werbung: Er ist oft das Einzige, was von einer Inszenierung bleibt, wenn die letzte Vorstellung gespielt ist. Wir haben keine Archive, keine Aufzeichnungsverträge, keine Fotografin im Haus. Was nicht mitgefilmt wurde, existiert nur noch in Erinnerungen.

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