Meistgelesen

Passende Themen

Das Fest

Der international bekannte Hotelbesitzer und Milliardär Franz Hofmann möchte nach einer schweren Krankheit seinen 65. Geburtstag mit Kindern, Freunden und Verwandten groß feiern. Er nutzt die Gelegenheit, seine Geheimnisse auf den Tisch zu legen. Was als Fest beginnt, wird zur Abrechnung.

Unter der Oberfläche verhandelt das Stück Ausländerfeindlichkeit – wie sie sich in Andeutungen zeigt, in Sätzen, die niemand zurücknimmt, in einer Familie, die sich für weltoffen hält.

2019 inszenierte ich „Das Fest“ mit dem Theaterlabor Nürnberg. Es war die dritte große Produktion der Gruppe nach „Die rote Jacke“ (2017) und „Hochhaus 23“ (2018).

Nächste Aufführung

Aktuell keine weiteren Aufführungen in Planung.

Eine Geburtstagsfeier ist eine dankbare Versuchsanordnung fürs Theater: Alle müssen an einem Ort bleiben, alle müssen freundlich sein, und alle haben etwas mitgebracht, das sie lieber nicht aussprechen würden.

Für unser Ensemble kam ein zweiter Reiz dazu. Eine Festgesellschaft besteht aus sehr unterschiedlichen Menschen, die durch eine einzige Person zusammengehalten werden – ein Bild, das ziemlich genau beschreibt, wie eine Stadtgesellschaft funktioniert. Wenn die Fassade des Abends bröckelt, kommt heraus, wer wem was schuldet.

Gespielt wurde mit Mitwirkenden aus mehreren Generationen. Gerade bei einem Stoff über Familie und Erbschaft ist das mehr als Besetzung: Die Altersunterschiede auf der Bühne waren echt, und das war zu sehen.

Weitere Artikel