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well:come 2026: Kulturvormittage für Kinder mit Fluchterfahrung

Vom 14. bis 16. Juli 2026 haben in der Kulturwerkstatt Auf AEG wieder die Projekttage „well:come“ stattgefunden. Eingeladen waren Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung und geringen Deutschkenntnissen aus Nürnberger Schulen. Ich habe die Theaterworkshops geleitet.

„well:come“ ist ein Angebot der Stabsstelle Kinderkultur im Amt für Kultur und Freizeit der Stadt Nürnberg. Drei Vormittage lang wird die Kulturwerkstatt an der Fürther Straße zum Kulturhaus für Klassen, die sonst selten irgendwo eingeladen sind: Grund-, Mittel- und Realschulen, Förderzentren, Deutschklassen. Es gibt Aufführungen mit Tanz und Musik, dazu praktische Workshops aus bildender Kunst, Theater, Musik und Medien – und Bewegungspausen dazwischen. In der Ausgabe 2024 kamen 310 Schülerinnen und Schüler aus zwölf Schulen.

Für meine Arbeit ist das ein besonderes Format, weil die Sprache hier keine Eintrittskarte ist. Wer wenig Deutsch spricht, ist in der Schule ständig im Nachteil. Auf einer Probebühne dreht sich das um: Eine Geste versteht jeder. Ein Rhythmus auch. Ich fange deshalb fast immer ohne Text an – mit Bewegung, mit Spiegelübungen, mit Bildern, die eine Gruppe gemeinsam stellt. Der Text kommt später, und dann oft in mehreren Sprachen gleichzeitig.

Was diese Vormittage leisten, lässt sich schwer messen. Man sieht es an Kleinigkeiten: daran, wie laut es in der Pause ist. Daran, wer sich am zweiten Tag von selbst nach vorne stellt. Und daran, dass Lehrkräfte hinterher sagen, sie hätten ein Kind zum ersten Mal lachen sehen.

Quellen: Stadt Nürnberg, Amt für Kultur und Freizeit – Kinderkultur, „well.come – Kulturvormittage für Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung“; Kulturwerkstatt Auf AEG.

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