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„Schauspiel als Werkzeug“: Workshop bei der Fachtagung Rückenwind in Fürth

Bei der Fachtagung „Rückenwind – gestärkt in der Arbeit mit Migrant*innen“ in Fürth habe ich den Workshop „Schauspiel als Werkzeug: Kreative Lösungen“ angeboten.

Das Publikum bestand aus Menschen, die beruflich mit Zugewanderten arbeiten – in der Beratung, in Schulen, in der Sozialarbeit, oft an der Grenze ihrer Kapazitäten. Solche Tagungen leben davon, dass Fachkräfte einmal nicht funktionieren müssen.

Der Workshop dreht deshalb die übliche Richtung um. Statt über Klientinnen und Klienten zu sprechen, spielen die Teilnehmenden Situationen aus ihrem eigenen Arbeitsalltag nach: das Gespräch, das schiefging. Die Sitzung, in der jemand dichtmachte. Den Moment, in dem man selbst laut geworden ist. Und dann probieren wir aus, wie es anders laufen könnte – mehrfach, mit vertauschten Rollen.

Schauspiel ist dabei kein Selbstzweck. Es ist ein Werkzeug, das etwas sichtbar macht, was in der Fallbesprechung untergeht: Körperhaltung, Tonfall, Sitzordnung, Blickrichtung. Vieles, woran Gespräche scheitern, entscheidet sich in den ersten dreißig Sekunden und hat mit Sprache wenig zu tun.

Am Ende gehen die Leute nicht mit einem Konzept nach Hause, sondern mit einer körperlichen Erinnerung. Meiner Erfahrung nach hält die länger.

Quelle: Fachtagung „Rückenwind – gestärkt in der Arbeit mit Migrant*innen“, Fürth.

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