Ich war erneut als Referent zur „Tagung der Leitenden Evangelischer Schulen und Internate in Bayern“ eingeladen.
Vor Schulleitungen zu arbeiten ist etwas anderes, als mit einer Klasse zu arbeiten. Im Raum sitzen Menschen, die es gewohnt sind, Verantwortung zu tragen und Situationen zu überblicken – und die deshalb selten selbst in eine Situation hineingehen, deren Ausgang sie nicht kennen. Genau das verlangt Theaterarbeit.
Ich beginne bei solchen Tagungen trotzdem nicht mit einem Vortrag über Methoden, sondern mit einer Übung. Wer einmal selbst vor einer Gruppe gestanden und improvisiert hat, versteht in fünf Minuten, was ein Kind erlebt, das in einer fremden Sprache einen Satz sagen soll. Diese Erfahrung lässt sich nicht referieren.
Worum es inhaltlich geht, ist an evangelischen Schulen wie an allen anderen dasselbe: Wie gehen wir mit Vielfalt um, ohne sie zu einem Sonderthema zu machen? Wie sprechen wir über Herkunft, ohne Menschen darauf festzulegen? Und wie bekommt eine Schule eine Haltung, die nicht nur im Leitbild steht?
Dass ich mehrfach eingeladen wurde, freut mich besonders. Einmal ist eine Anfrage. Zweimal ist eine Zusammenarbeit.
Quelle: Tagung der Leitenden Evangelischer Schulen und Internate in Bayern.

