Auf Einladung des Freundeskreises der Veit-Stoß-Realschule Nürnberg war ich zu Gast im Podcast der Schule. Interviewt haben mich Schülerinnen und Schüler. Es ging um meinen Lebensweg, um Neuanfang und Beruf – und um meine künstlerische Arbeit.
Von Jugendlichen befragt zu werden ist eine eigene Erfahrung. Sie fragen anders als Journalistinnen und Journalisten: direkter, manchmal unbeholfen, und sie lassen sich seltener mit einer runden Antwort abspeisen. Es kamen Fragen, die in keinem Presseinterview vorkommen – zum Beispiel, ob ich Angst hatte. Und wovor genau.
Mir gefällt an diesem Format, dass mich dort niemand als Preisträger oder Ensembleleiter kennt. Ich bin erst einmal jemand, der etwas erlebt hat, das die Fragenden interessiert. Über einen Neuanfang zu sprechen, ist in dieser Runde etwas anderes als auf einem Podium. Junge Menschen, die selbst gerade überlegen, was aus ihnen werden soll, hören anders zu.
Und noch etwas finde ich gut: Die Schule berichtet nicht über sich, sie produziert selbst. Wer das Mikrofon in der Hand hält, entscheidet, worüber gesprochen wird – und lernt nebenbei, wie man eine Frage stellt, die mehr als ein Ja oder Nein hervorbringt.
Quelle: Freundeskreis der Veit-Stoß-Realschule Nürnberg.

