2013 spielte ich eine Rolle im Film „Der Fall Nils B.“.
Ein Kind stürzt aus dem Fenster und rast in freiem Fall auf den Boden zu. Den Aufprall aus einer Höhe von knapp 20 Metern wird der kleine Nils B. mit allergrößter Wahrscheinlichkeit nicht überleben – außer, es geschieht ein Wunder …
Man kann den Film bei YouTube ansehen:
Ein Fall, der einen Namen und einen Buchstaben trägt, ist immer auch eine Aussage über den Umgang mit Menschen: Aus einer Person wird eine Akte.
Genau an dieser Stelle wird Theater interessant. Ein Gericht, eine Behörde, eine Redaktion arbeiten mit Zusammenfassungen; eine Bühne kann sich das nicht leisten. Sie braucht einen Menschen, der atmet, zögert und widersprüchlich bleibt. Was in der Akte eindeutig aussieht, wird dabei fast immer komplizierter.

