Am 6. Februar 2026 war ich zu Gast bei der Nachtetage im Staatstheater Nürnberg – mit einem Gespräch und einer Lesung im Rahmen der Reihe YALLA YALLA.
Die Nachtetage findet jeden Freitag um 22 Uhr statt, zwei Treppen hoch im Schauspielhaus, auf der kleinsten Bühne des Theaters. Der Eintritt ist frei. Es ist ein Format ohne Sicherheitsnetz: Musik, Gespräch, Performance, Lesung, manchmal Party, oft alles an einem Abend. Wer dorthin kommt, weiß selten vorher genau, was passiert.
Für mich war es ein besonderer Abend, weil sich hier zwei Wege kreuzen, die lange getrennt liefen. Ich habe über zwanzig Jahre lang Theater außerhalb der großen Häuser gemacht – in Kulturläden, in Schulen, in Räumen, die uns jemand für ein paar Stunden überlassen hat. Auf einer Staatstheaterbühne zu sitzen und über genau diese Arbeit zu erzählen, ist etwas anderes, als darüber einen Antrag zu schreiben.
Gelesen habe ich aus eigenen Texten. Gesprochen haben wir über das, was mich seit Jahren beschäftigt: über Ankommen, über Sprache als Hürde und als Werkzeug, über die Frage, wem eine Bühne gehört.
„Yalla“ heißt auf Arabisch so viel wie „Los geht’s“. Für einen Abend, der um 22 Uhr anfängt, ist das ein passender Name.
Quelle: Staatstheater Nürnberg, Spielplan 25/26 – „Nachtetage mit Irfan Taufik“, 6. Februar 2026; Staatstheater Nürnberg, YALLA YALLA.

