„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage ist nicht nur ein Projekt, es ist eine Haltung.“ Der Satz stammt aus einem kurzen Videobeitrag, in dem ich über meine Rolle als Pate spreche.
Mir ist diese Unterscheidung wichtig, weil sie im Alltag ständig verwischt. Ein Projekt hat einen Anfang, ein Ende und einen Abschlussbericht. Es lässt sich abhaken. Eine Haltung nicht.
Das Netzwerk selbst legt darauf großen Wert: Der Titel ist kein Zertifikat und kein Preis für vergangene Aktionen, sondern eine Selbstverpflichtung. Mindestens 70 Prozent aller Menschen an einer Schule müssen erklären, dass sie sich aktiv gegen Diskriminierung einsetzen und nicht wegsehen, wenn etwas passiert. Das Schild an der Wand behauptet nicht, dass es an dieser Schule keinen Rassismus gibt. Es erinnert daran, was man sich vorgenommen hat.
Genau deshalb ist die Arbeit nie fertig. Ein Projekttag im Jahr ist gut, ersetzt aber nicht das, was in der Pause auf dem Hof passiert – oder in einer Klassenchatgruppe um zehn Uhr abends. Haltung zeigt sich in den kleinen, unspektakulären Momenten, in denen man auch hätte schweigen können.
Quelle: Bundeskoordination Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage; eigener Videobeitrag.

