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Einbürgerungsfeier in der Meistersingerhalle

Die Stadt Nürnberg hat in der Meistersingerhalle ihre neu eingebürgerten Bürgerinnen und Bürger empfangen. Ich war als ehrenamtliches Mitglied des Integrationsrats dabei.

Einbürgerungsfeiern sind seltsame Veranstaltungen, im besten Sinn. Formal ist alles längst passiert: Die Urkunden sind ausgestellt, die Verfahren abgeschlossen, oft nach Jahren. Und trotzdem sitzen Hunderte Menschen in Festkleidung in einem Saal, weil dieser Moment eine Form braucht.

Ich kenne beide Seiten dieses Tages. Ich weiß, wie lange so ein Weg dauern kann, wie viele Termine, Nachweise und Wartezeiten dazwischenliegen, und wie es sich anfühlt, wenn die eigene Zugehörigkeit von einem Bescheid abhängt. Und ich weiß, was es bedeutet, wenn danach jemand sagt: Sie gehören dazu – nicht als Floskel, sondern als Rechtsakt.

Was mir an diesen Feiern gefällt, ist der Blick ins Publikum. Da sitzen Familien, die seit dreißig Jahren hier leben, neben jungen Leuten, die vor acht Jahren gekommen sind. Manche haben Verwandte mitgebracht, manche sitzen allein. Was sie verbindet, ist eine Entscheidung, die sie selbst getroffen haben.

Als Mitglied des Integrationsrats habe ich das Jahr über oft mit dem zu tun, was schiefläuft. Ein Tag wie dieser erinnert daran, wofür man das macht.

Quelle: Stadt Nürnberg, Einbürgerungsfeier in der Meistersingerhalle; Integrationsrat der Stadt Nürnberg.

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