Beim Empfang zum Internationalen Tag des Ehrenamts im Historischen Rathaussaal wurde der Youngagement-Preis 2025 verliehen. Ich gehörte der Jury an.
Youngagement ist ein Nürnberger Preis für Menschen unter 30, die sich ehrenamtlich engagieren – für ein laufendes Projekt, für eine Idee, die noch keine ist, oder für etwas, das sie weiterbringen wollen. Vier Preise werden jedes Jahr vergeben. Das Besondere daran ist, dass ausdrücklich nicht nur fertige Erfolgsgeschichten prämiert werden.
In einer Jury zu sitzen ist eine ungewohnte Rolle für mich. Ich stehe sonst auf der anderen Seite: Ich schreibe Anträge, ich erkläre, warum eine Theatergruppe ohne festes Haus Geld braucht, ich hoffe auf eine Zusage. Jetzt las ich Bewerbungen von jungen Menschen, die genau das tun, was ich vor über zwanzig Jahren getan habe – anfangen, ohne zu wissen, ob es trägt.
Was mich beeindruckt hat: wie selbstverständlich diese Generation Themen anpackt, für die es früher erst eine lange Debatte gebraucht hätte. Und wie wenig davon in der öffentlichen Wahrnehmung vorkommt. Ein Preis kann daran nur wenig ändern. Aber er kann für ein Jahr ein Scheinwerfer sein.
Der Termin war gut gewählt. Der Internationale Tag des Ehrenamts am 5. Dezember erinnert daran, dass ein erheblicher Teil dessen, was in einer Stadt funktioniert, unbezahlt geleistet wird.
Quellen: Stadt Nürnberg, „Nürnberg engagiert“ – YOUNGAGEMENT-NBG; youngagement-nbg.de.

