Wir sind mit dem Demografiepreis Bayern 2025 ausgezeichnet worden. Finanz- und Heimatminister Albert Füracker überreichte ihn in Nürnberg an acht Projekte aus ganz Bayern; insgesamt war der Preis mit 16.000 Euro dotiert.
Ein Blick auf die übrigen Preisträger sagt viel darüber, wie dieser Preis gemeint ist. Ausgezeichnet wurden ein Förderverein im Landkreis Regen, der aus einem ehemaligen Löschweiher ein Freibad gemacht hat und es für alle Generationen kostenfrei offen hält. Eine Kooperation im schwäbischen Mittleren Ries, die jede Woche einen Mittagstisch für ältere Menschen im Gasthaus organisiert, mit ehrenamtlichem Fahr- und Begleitdienst für alle, die nicht mehr gut zu Fuß sind. Jugendliche im Berchtesgadener Land, die sich in Poetry Slams und Freestyle-Performances mit Demokratie, Inklusion und Antirassismus auseinandersetzen. Dazu ein Betriebliches Netzwerk zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, ein KI-Werkzeug zur Frauenförderung und – erstmals mit einem Sonderpreis „Engagement 60+“ – ein Bildungsprogramm für Menschen in der nachberuflichen Lebensphase. Wir waren das einzige Theaterprojekt darunter.
Das Heimatministerium beschreibt unsere Arbeit in seiner Begründung als Ort der Begegnung, der Kreativität und der kulturellen Teilhabe, den es seit 2002 gibt. Laien entwickeln bei uns gemeinsam mit Profis Theaterstücke, Filme, Musik-, Tanz- und Literaturprojekte. Unsere Angebote sind kostenfrei und barrierearm und sollen Sprache, Selbstvertrauen und gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern – ein niedrigschwelliger Zugang zu Kunst und Bildung, wie es im Text heißt.
Uns gefällt an dieser Begründung, dass sie den Kern trifft. „Demografischer Wandel“ klingt nach Bevölkerungspyramide und Prognose. In unserem Probenraum ist er sehr konkret: Menschen aus mehreren Generationen und aus unterschiedlichen Herkunftsländern stehen dort nebeneinander, mit und ohne Bühnenerfahrung, mit und ohne Behinderung. Wer gemeinsam eine Szene baut, muss miteinander reden – über den Text, über die Figur, über das, was man selbst erlebt hat. Das lässt sich nicht verordnen und nicht abkürzen. Es passiert einfach, weil man zusammen arbeitet.
Füracker sagte bei der Verleihung, die Projekte „schließen Lücken, schaffen Verbindungen“. Genau so haben wir es die letzten Jahre erlebt.
Quellen: Bayerische GemeindeZeitung, Ausgabe 11/2026 vom 28. Mai 2026, „Für ein Miteinander aller Generationen“; Bayerisches Staatsministerium der Finanzen und für Heimat.

