Entdecken, ausprobieren, gemeinsam spielen: Mit dem Intensiv-Lab „ZUSAMMEN.INTERNATIONAL“ hat das Theaterlabor Nürnberg ein Format für alle geöffnet, die Theaterluft schnuppern wollen, ohne sich gleich langfristig zu binden.
Vorkenntnisse werden nicht erwartet. Ein Lab ist ausdrücklich kein Kurs mit Lehrplan, sondern eine Werkstatt: Man probiert etwas aus, es klappt oder es klappt nicht, und daraus entsteht die nächste Übung.
Wer danach Lust auf mehr hat, findet beim Theaterlabor den regulären Weg – die offenen Übungsabende freitags von 18 bis 20 Uhr in der Kulturwerkstatt Auf AEG.
Ein Intensiv-Lab ist etwas anderes als ein Workshop. Es geht nicht darum, eine Methode kennenzulernen, sondern darum, ein paar Tage lang konzentriert an einer Frage zu arbeiten – mit Menschen, die man vorher nicht kannte, und ohne die Sicherheit, dass am Ende ein Ergebnis steht.
Formate wie dieses sind für uns wertvoll, weil sie die Perspektive verschieben. Im eigenen Ensemble kennt man die Stärken und Empfindlichkeiten aller; man weiß, wer laut wird und wer sich zurückzieht. In einer fremden Gruppe fällt diese Routine weg, und man merkt schnell, welche der eigenen Selbstverständlichkeiten keine sind.
Genau darum geht es beim Brückenbauen: nicht darum, sich zu bestätigen, sondern darum, sich vom anderen Ufer aus anzusehen.

