Meistgelesen

Passende Themen

Eine Erinnerung, dass wir Viele sind – Staatstheater Nürnberg

2021 stand ich am Staatstheater Nürnberg in der Lecture Performance Eine Erinnerung, dass wir Viele sind auf der Bühne. Die Premiere war am 13. Juli 2021 in den Kammerspielen.

Die Arbeit

Die Produktion entstand aus einem offenen Aufruf des Instituts für affirmative Sabotage gemeinsam mit dem Staatstheater Nürnberg. Innerhalb von nur zwei Wochen entwickelten wir den Bühnentext weiter – auf Grundlage einer intensiven Recherche zu jüdischen, migrantischen und feministischen Widerstandspraktiken.

Der Abend richtete die Frage an das Haus selbst: Welche Schwellen gibt es hier, wer kommt herein und wer nicht? Die Arbeit kooperierte mit dem Staatstheater und kritisierte es zugleich – sie handelte mit ihm und gegen es.

Beteiligte

  • Auf der Bühne: Anatoliy Kobrynskyy, Irfan Taufik, Yudania Gómez Heredia
  • Regie: Miriam Yosef und Thu Hoài Tran
  • Produktion: Institut für affirmative Sabotage in Kooperation mit dem Staatstheater Nürnberg
  • Premiere: 13. Juli 2021, Kammerspiele

Der Titel ist ein Satz, den man sich merken kann – und das ist bei diesem Stoff die halbe Arbeit.

„Wir sind Viele“ ist keine Statistik, sondern eine Erfahrung, die man leicht verliert. Wer sich fremd fühlt, hält sich meist für den einzigen, dem es so geht. Auf einer Bühne, auf der zwanzig Menschen mit ganz unterschiedlichen Geschichten dasselbe erzählen, ist dieser Irrtum sofort widerlegt.

Erinnerung ist dabei kein Rückblick, sondern eine Handlung: Man erinnert sich an etwas, damit es nicht verschwindet. Theater ist dafür ein gutes Mittel, weil es jedes Mal neu stattfinden muss.

Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Weitere Artikel