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Demokratiepreis der Nürnberger Nachrichten 2025

Kunst als gesellschaftliche Kraft: Das Theaterlabor Nürnberg ist mit dem zweiten Preis des Demokratiepreises der Nürnberger Nachrichten ausgezeichnet worden. Die Verleihung fand am 14. Mai 2025 im Rahmen eines feierlichen Polit-Talks statt.

Seit seiner Gründung im Jahr 2002 setzt das Theaterlabor unter der künstlerischen Leitung von Irfan Taufik ein kraftvolles Zeichen für Teilhabe, Vielfalt und Zusammenhalt. Was als interkulturelles Projekt begann, hat sich längst zu einer festen Größe im Nürnberger Kulturleben entwickelt – und zu einer Bühne für Stimmen, die sonst kaum gehört werden.

In der Laudatio hob die Moderatorin hervor, wie das Theaterlabor durch seine Arbeit gesellschaftliche Barrieren abbaut und Räume schafft, in denen Menschen unabhängig von Herkunft, Religion oder sozialem Status gemeinsam Theater machen – und dabei Demokratie im Alltag leben. „Es ist ein Ort des Austauschs, der Vielfalt und der demokratischen Teilhabe“, so die Jury.

Irfan Taufik betonte in seiner Dankesrede die Bedeutung des Preises: „Diese Auszeichnung stärkt unsere Arbeit, macht unsere Stimmen sichtbar und motiviert uns, weiterhin Brücken durch Kunst zu bauen.“ Besonderer Dank galt den langjährigen Unterstützern, darunter das Kulturbüro Muggenhof und die Kulturwerkstatt auf AEG, die dem Ensemble seit Jahren Proberäume zur Verfügung stellen.

Mitglieder des Theaterlabors schilderten in einem kurzen Filmbeitrag sehr persönlich, was ihnen das Projekt bedeutet: Gemeinschaft, Freiheit, ein Ort der Selbstverwirklichung. Genau das lebt die Gruppe – mit Leidenschaft, Engagement und dem festen Glauben an eine offene, solidarische Gesellschaft.

Das Theaterlabor Nürnberg bedankt sich herzlich für die Auszeichnung und sieht sie als Ansporn, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen: Mit künstlerischer Energie, gesellschaftlichem Anspruch und dem festen Willen, mit Theater die Demokratie zu stärken.

Dass eine Regionalzeitung einen Demokratiepreis vergibt, ist ungewöhnlich und aus unserer Sicht klug. Eine Zeitung erreicht Menschen, die keine Podiumsdiskussion besuchen und in keinem Verein sind. Wenn dort steht, wer sich vor Ort für ein demokratisches Miteinander einsetzt, wird sichtbar, dass das nicht die Aufgabe von Berufspolitikern ist, sondern von Nachbarn.

Für uns kam die Auszeichnung in einer Reihe mit anderen: dem Mittelfränkischen Integrationspreis, dem „Nürnberger Herz“, dem Bayerischen Integrationspreis und dem Demografiepreis Bayern. Alle diese Preise beschreiben dieselbe Arbeit aus unterschiedlichen Blickwinkeln – Integration, Ehrenamt, demografischer Wandel, Demokratie. Wir selbst nennen es Theaterproben.

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