Nach der Sommerpause geht es für mich – wie jedes Jahr – an die Nordseeküste: Zwei Wochen Theaterpädagogik an Schulen in Cuxhaven stehen auf dem Programm.
Die Zusammenarbeit dort läuft seit mehreren Jahren, getragen vom Paritätischen Cuxhaven und vom Jugendmigrationsdienst Cuxhaven. Gearbeitet wird direkt in den Schulen, mit Klassen, in denen Kinder und Jugendliche mit ganz unterschiedlichen Sprachbiografien sitzen.
Zwei Wochen am Stück sind für diese Arbeit ein Geschenk. In einem einzelnen Projekttag kommt man über das Aufwärmen selten hinaus; hier lässt sich etwas aufbauen. Die erste Woche geht fast vollständig dafür drauf, dass eine Gruppe sich traut – dass jemand vor die anderen tritt, ohne sofort wieder zurückzuweichen. Erst danach beginnt das eigentliche Spielen.
Mir fällt jedes Mal auf, wie unterschiedlich sich dieselben Übungen an der Küste und in Nürnberg anfühlen. In einer Großstadt ist Vielfalt so selbstverständlich, dass man sie erst sichtbar machen muss. In einer kleineren Stadt ist ein neu zugezogenes Kind ein Ereignis – für die Klasse und für das Kind. Beides braucht Theaterarbeit, aber nicht dieselbe.
Quelle: eigene Projektdokumentation; Kooperation mit dem Paritätischen Cuxhaven und dem Jugendmigrationsdienst Cuxhaven.

