Ehrenamt kennt keine Sommerpause. Als Mitglied der Kommission für den Mittelfränkischen Integrationspreis haben wir Anfang August die Preisträgerinnen und Preisträger für 2026 ausgewählt.
Der Preis wird von der Regierung von Mittelfranken vergeben, in diesem Jahr zum 19. Mal. Ausgezeichnet werden drei Projekte, das Preisgeld beträgt insgesamt 5.000 Euro und stammt aus Haushaltsmitteln des Bayerischen Landtags über das Innenministerium. Bewerben können sich Einzelpersonen, Kommunen, Vereine, kirchliche Einrichtungen und Schulen – überall dort, wo ehrenamtliches Engagement die Teilhabe von Menschen mit Einwanderungsgeschichte verbessert. Bewerbungsschluss war der 15. Juni; überreicht wird der Preis am 13. November 2026.
Für mich ist diese Rolle ungewohnt. 2024 haben wir den Preis selbst bekommen, damals mit dem Theaterlabor. Jetzt sitze ich auf der anderen Seite des Tisches und lese Bewerbungen von Menschen, die genau das tun, was wir vor Jahren angefangen haben: etwas aufbauen, ohne zu wissen, ob es trägt.
Was mich an diesem Nachmittag beschäftigt hat, war weniger die Auswahl als die Menge. Es gab deutlich mehr gute Projekte als Preise. Vieles davon läuft seit Jahren, ohne dass jemand darüber schreibt. Ein Preis kann daran wenig ändern – aber für ein Jahr richtet er den Scheinwerfer auf drei davon.
Quelle: Regierung von Mittelfranken, Ausschreibung zum Mittelfränkischen Integrationspreis 2026.

