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Bundeskongress in Berlin: „Demokratie unter Druck“

Zwei Tage Berlin: Am 16. und 17. September war ich beim Bundeskongress 2026 von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Das Motto in diesem Jahr lautete „Demokratie unter Druck. Politische Bildungsarbeit an Schulen“.

Der Bundeskongress ist das jährliche Treffen des Netzwerks. Über 170 politische Bildnerinnen und Bildner aus dem ganzen Land kommen dort zusammen, um sich mit Fachleuten aus Wissenschaft und Forschung über die Entwicklungen in der Antidiskriminierungsarbeit auszutauschen. Eingeladen hatten die Bundeskoordination und Aktion Courage e. V., bei der auch die Berliner Landeskoordination angesiedelt ist.

Das Motto war kein rhetorischer Aufhänger. Das Netzwerk steht selbst unter Druck: Es gibt Angriffe und Versuche von rechtsaußen, Courage-Schulen einzuschüchtern und die Arbeit zu delegitimieren. Wer an einer Schule das Schild an die Wand schraubt, muss heute damit rechnen, dafür kritisiert zu werden – von außen und manchmal auch aus dem eigenen Umfeld.

Genau deshalb sind solche Treffen wichtig. Man sitzt in Vorträgen und Workshops mit Menschen, die vor denselben Fragen stehen: Wie geht man mit einer Klasse um, in der rechte Sprüche zum Ton gehören? Wie reagiert man, wenn Eltern sich beschweren? Was hält man aus, und wo zieht man eine Grenze?

Ich bin mit einigen Ideen nach Nürnberg zurückgefahren, vor allem aber mit dem Gefühl, dass diese Arbeit an vielen Orten gleichzeitig passiert. Das hilft mehr als jeder Vortrag.

Quellen: Bundeskoordination Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage, Seite zum Bundeskongress; Berichterstattung zum Bundeskongress 2026.

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